Der Artes Liberales-ABSOLVENTUM Preis

Der Preis zur Förderung von geisteswissenschaftlichen Abschlussarbeiten wird von der Heinrich-Esser-Stiftung, ABSOLVENTUM und Marion Würth gestiftet. 

Den Förderpreis für Studierende der Geisteswissenschaften hat Artes Liberales anlässlich des zehnjährigen Vereinsjubiläums im Einvernehmen mit ABSOLVENTUM eingerichtet. Der Preis wird jährlich vergeben.

Die Preisjury besteht aus dem Wissenschaftlichen Beirat des Vereins Artes Liberales.

Vergabekriterien

Ausgezeichnet werden geisteswissenschaftliche Abschlussarbeiten (Bachelor, Master oder Zulassungsarbeiten), die


  • entweder einen Transfer zur Praxis leisten,
  • transdisziplinär angelegt sind oder
  • eine komparatistische Methode zu Grunde legen.

Vergabemodalitäten

Bewerbungen können von den Studierenden selbst, aber auch von den betreuenden Dozenten/innen eingereicht werden. Dem Antrag ist das wissenschaftliches Gutachten eines Professors/einer Professorin beizulegen. Die zu prämierende Arbeit muss in zweifacher Anfertigung (digital auf einem Datenträger mit Erlaubnis zum Ausdruck sowie einem separaten Ausdruck) vorliegen. Fremdsprachigen Abschlussarbeiten ist ein Abstract in Deutsch, sowie eine deutsche Übersetzung der Arbeit  beizufügen. Bewerbungsschluss ist der 01. April eines Jahres (Poststempel).

Interesse? Richte Deine vollständige Bewerbung an die Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats von Artes Liberales

Dr. Rosmarie Günther
Tauberstr. 7
68167 Mannheim

Nähere Auskünfte:
Tel. 0621-33658531

der/die Preisträger/in verpflichtet sich, wenn gewünscht, im Rahmen des Semesterprogramms von Artes Liberales einen Vortrag zu halten.

Preisverleihung

Die Preisträger/innen werden im Herbstsemester anlässlich der Absolventenfeier in einem Festakt der Philosophischen Fakultät der Öffentlichkeit vorgestellt und ausgezeichnet.

Bisherige PreisträgerInnen

2016

1. Preis: Janina Waic: Literatur und nationale Identität. Christian Dietrich Grabbe als Konstrukteur der deutschen Nation

2. Preis: Barbara Hoch: Kulturreflexives Lernen im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht: eine Analyse deutscher, französischer und niederländischer DaF Lehrwerke für Jugendliche

3. Preis: Annika Frank. Gebraucht, benutzt, verbraucht. Eine literaturwissenschaftliche Analyse ausgewählter Texte von Siegfried Lenz, Kurt Marti, Heinrich Böll und Jakob Hein unter der Thematik des Taylorismus

2015

1. Preis: Christoph Theil: Finanz und Fiktion. Über die Selbstreferenzialität des Geldes anhand von Goethes Faust II und ökonomischer Theorie

2. Preis: Anja Stanicic: Das Deutschlandbild im 'El País' während der Wirtschaftskrise (2008-2014)

3. Preis: Marius Golgath: Die Familie Kolb in Lille: Eine deutsch-französische Geschichte zwischen Emigration und Integration (1789-1914)

2014

1. Preis: Lilian Zafiri / Bastian Loibl: Familien im Krieg

2. Preis: Daniela Ahrens-Wimmer: Humanitär – Multilateral – Erwünscht. Politische und mediale Bewertung der Auslandseinsätze der Bundeswehr

3. Preis: Elisabeth Reichel: Literarisierte Musik und musikalisierte Literatur: Die integrative Funktion von Musik in Richard Powers‘ Roman The Time of Our Singing

2013

1. Preis: Alexandra Theobalt: Ikone des Vietnamkriegs. Wirkung und Bedeutung von Bildern in der Kriegsberichtserstattung am Beispiel von Nick Uts Fotografie 'Terror of War' (8.6.1972)

2. Preis: Pia Deutsch: Der Opferdiskurs um die Kriegsheimkehrer aus der Sowjetunion. Der Verband der Heimkehrer und seine sprachliche (Re-)Konstruktion vergangener Wirklichkeit

3. Preis: Julia Lück: Medienevent Klimagipfel. Zum journalistischen Beitrag bei der Herstellung einer transnationalen Öffentlichkeit

Sonderpreis: Constantin Beck: Castel del Monte - Bauwerk, Mysterium, Wirtschaftsfaktor

2012

1. Daniela Ahrens: "Sarajevos schlimmste Stunde". Der Bosnienkrieg in der deutschen Presse - exemplarisch analysiert anhand der Berichterstattung zu drei Attentaten in Sarajewo 1992-1995

2. Preis: Kerstin Hofmann: Adalbert Rückerl. Leben und Wirken des Leiters der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltung zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg

3. Preis: Eva-Maria Riedel: 9/11 - Der Anschlag auf das World Trade Center und die Formung der Erinnerung an ein kategoriales Ereignis der Zeitgeschichte im deutsch-amerikanischen Vergleich

2011

1. Preis: Michael Hoh: This here Ain't A Protest Song. Funktionalisierung Bob Dylans und Franz Joseph Degenhardts im Zuge der globalen Protestbewegung der Sechziger Jahre

2. Preis: Maike Klüber: Präoperative Aufklärungsgespräche in der Anästhesie. Die Organisation von Patientenfragen im Gespräch

3. Preis: Johannes Groß / Simon Muth: Das ambivalente Jahrzehnt - Deutsche Zeitgeschichte im Hörfunk am Beispiel der CD-Jahrgangseditionen von Deutschlandradio Kultur 1950-1959

2009

1. Preis: Achim Broß: Europäische Sprachenpolitik und ihre nationale Umsetzung in Frankreich

2. Preis (I): Beatrice Waegner: Vom Verhören und Verzehren - Akustische und nutritive Kultur- und Epochenpathologie im Werke Franz Kafkas

2. Preis (II): Stefan Langer: (Aus-)Sichten und Einsichten: Auf phänomenologischer Entdeckungsfahrt durch die Poetik und frühe Lyrik William Carlos Williams'

3. Preis: Kirstin Koblitz: Musik ist Zweideutigkeit als System. Die Heraufkunft des Bösen aus den musikalischen Tiefen deutschen Seelentums

Sonderpreis: Verena Kirchner: Sprache im Gehirn wirklich nur links? Was uns die Aphasieforschung zur sprachlichen Spezialisierung der Hemisphären verrät

2008

1. Preis: Iuditha Balint: Vernünftige Schauerlust. Schillers Theorie des Erhabenen in ihrer Entwicklung und Anwendung

2. Preis: Inga Kalin: Wirtschaftliche, soziale und sprachliche Bedeutung der Hispanics in den USA

3. Preis: Anika Skotak: Okkultismus und Spiritismus in der fantastischen Literatur und Kunst um 1900: Die Frage nach der künstlerischen Medialität in Alfred Kubins Roman Die andere Seite, seiner Grafik und in der futuristischen Fotokunst

Sonderpreis: Sandra Beck: Reden an die Lebenden und an die Toten. Erinnerungen an die Rote Armee Fraktion in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

2007

1. Preis: Melanie Seidenglanz: Zur identitätsstiftenden Funktion von Dingen

2. Preis: Georg Albert: Die Konstruktion von Subjekt in Philosophie und Diskurslinguistik

3. Preis: Isabelle Ulrich: Versuch einer subjekttheoretischen Fundierung der Moral

2006

1. Preis: Marco Borth: Körpermedien und Geistmedien in der Literatur

2. Preis: Diemo Landgraf: Die Synthese von indigener Kultur und europäischer Narrativität in Yawar Fiesta und Los rios profundos von José Maria Arguedas

3. Preis (I): Anna Maria Jägle: Erinnerte Geschichte - Die literarische Mythisierung des Kriegserlebnisses am Beispiel des Ersten Weltkrieges. Frankreich und Deutschland im Vergleich

3. Preis (II): Lars Börner: Studien zu den Gespiden

2005

Christina Gehrlein: Dinge, Menschen, Abfall. Eine kultur- und literaturwissenschaftliche Spurensuche zu einem Beziehungssystem zwischen Nutzen und Wert, Nähe und Ferne, Trennen und Vergessen, Losigkeit und Rettung

Sarah Meckel: "Wir sind, wie wir schreiben": Die dynamische Konstruktion von Identität des Studiengangs Diplom-Anglistik an der Universität Mannheim. Eine interdisziplinäre Untersuchung eines interdisziplinären Studiengangs

2004

Nadine Buschmann: Supervision in der Meinungsforschung. Die Entwicklung eines Konzepts zur Interviewbetreuung am Beispiel der Forschungsgruppe Wahlen

2003

Susanne Gehrig: Anna Blume walks through the twentieth century. Paul Austers Roman In the Country of Last Things

Christian Bechtold: Die Astrologie als Wahrsageform in der späten Republik und in der Zeit des Prinzipats

Anouschka Bergmann: Choice of Argument and Style. An Empirical Study of Argumentative Discourses in Native and Nonnative Speakers of English

Sylvia Emer: Das Angebot einer kreativen Ko-Autorschaft in Diderots Roman Jaque le Fataliste

2002

1. Preis: Sonja Plachetta: Don Quichote als Revolutionär? - Der Wahn-Sinn des Helden als Schlüssel zur gelebten Utopie

2. Preis: Nicole Künzel: Klassische Frauenbilder und markante Ausnahmen im deutschen Nachspiel des späten 18. Jahrhunderts

3. Preis: Eberhard Deinert: Schönerer, Lueger und Heim - Drei Ausprägungen des Antisemitismus vor dem Ersten Weltkrieg